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Eine multidimensionale Beziehung; Interview des Botschafters mit Society
S.E. Herr Bagherpour Ardekani, Botschafter der Islamischen Republik Iran sprach mit SOCIETY (Nr. 378, Dec. 2020) über die kontinuierlichen Beziehungen zwischen Österreich und Iran und deren Austausch. Volltext des Gesprächs ist wie folgt:
Österreich und Iran blicken auf eine langjährige Beziehung zurück. Wie würden Sie diese Verbindung beschreiben? Welche sind die wichtigsten Bereiche und Aspekte in diesem Austausch? Es sind jetzt 162  Jahre seit der Errichtung der diplomatischen Beziehungen zwischen Iran und Österreich durch die Unterzeichnung des ersten Freundschaftsvertrages welches 15 Jahre nach diesem in der Eröffnung der österreichischen Botschaft in Teheran, und später in der Eröffnung der  iranischen Botschaft in Wien resultierte. Jedoch gehen die Beziehungen zwischen Iran und Österreich sogar auf 5 Jahrhunderte früher zurück wie dies in den formellen Korrespondenzen zwischen der Safawiden Dynastie und der Habsburger Monarchie erwiesen ist, sowie in dem Austausch der diplomatischen Delegierten im 16. und 17.Jahrhundert. Im 19.Jahrhundert wurden unsere bilateralen Beziehungen erweitert vorallem in den kulturellen, sozialen und kulturellen Dimensionen. Es ist wert zu benennen, dass die erste moderne Politechnische Schule in Teheran bekannt als „Darolfonoon“ im Jahre 1851  mit der Unterstützung von österreichischen Professoren gegründet wurde. Seitdem haben unsere Nationen eine solide und beständige Bindung entwickelt. Iran war unter den ersten Staaten welcher die Errichtung  der Ersten  Republik Österreich in 1920 anerkannte.  Iran ist ein Land mit reichen natürlichen Resourcen und mit einer wohl gebildeten Bevölkerung. Viele Jahre hindurch galt Iran als Österreichs zweitgrößter Handelspartner außerhalb Europas, und Österreich war unter den ersten 5 Handelspartnern des Irans.   Nach welchen Aspekten der Verbesserung der Beziehungen trachten Sie während Ihrer Amtszeit? Welche sehen Sie als Ihre hauptsächlichen Ziele und Aufgaben? Unsere existierenden bilateralen Beziehungen sind multidimensional. In Anbetracht der gewaltigen Potentiale unseres Landes in vieler verschiedener Hinsicht steht einer Erweiterung der bilateralen Beziehungen nichts im Wege. In Anbetracht des Wirtschaftsaspekts gibt es reichliche Gelegenheiten für Investitionen im Iran auf dem Gebiet der Energie, des Straßen-und Schienverkehrs, der Banken und Versicherungen, des Tourismus, der Forschung- und Technologie, sowie der Entwicklung von südlichen Häfen, und Entwicklung von Korridoren, die die südlichen Gewässer mit Zentral-Asien verbinden. Iran hat auch enormen Fortschritt in neuen Gebieten der Wissenschaften, darunter Biotechnologie, Nanotechnologie, Biomedizin, Aerospace, u.a. bewiesen. Wir sind bereit für extensive Kooperationen mit Österreich in diesen Gebieten, und wir verfügen über viele Kanäle und Strukturen um diese zu verwirklichen. Es mag sehr nennenswert sein, dass auf europäischem Niveau Österreich als ein Pionier bei der Förderung der Beziehungen mit dem Iran während verschiedener Epochen gilt, so zum Beispiel als die erste hochrangige europäische Delegation nach der Unterzeichnung des JCPOA (Nuklearabkommens) unter der Leitung des Präsidenten Fischer von Österreich stattfand und dieser unser Land im Jahr 2015 besuchte, noch bevor es in Kraft getreten ist. Im Gegenzug folgten zwei historische offizielle Besuche von Präsident Khatami und Präsident Rouhani nach Österreich. Ich fühle mich daher berufen,  mein Äußerstes zu veranlassen, um diese konstruktiven Kooperationen zu bestärken. Im Februar diesen Jahres wurde die MOU zur Bestärkung der gemeinsamen kulturellen Bindung unterzeichnet. Das österreichische Forum in Teheran beabsichtigt österreichische und iranische  WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und StudentInnen zu verbinden. Wie ist der interkulturelle Dialog zwischen der Iranischen Gemeinschaft und den ÖsterreicherInnen in Wien beschaffen? Die kulturelle Kooperation hat jeden Bereich berührt, inklusive der Architektur, den Büchern, den Museen, dem Theater, der Musik, den Universitäten und sogar den interrelgiösen Dialog. Ein großer Pluspunkt, den ich genieße, sind die hochqualifizierten und unglaublich talentierten IranerInnen, die in Österreich leben. Es sind voraussichtlich rund 40000 iranische Staatsbürger in Österreich ansässig davon mehr als 2000 ÄrztInnen, und viele IngenieurInnen, UniversitätsprofessorInnen, ForscherInnen, Geschäftsleute, u.a. Wir sind wahrhaft stolz auf sie. Als solche wird deren positive Rolle in der österreichischen Gesellschaft stätig von hochrangigen Persönlichkeiten in Österreich wertgeschätzt. Das österreichische Kulturform in Teheran mit mehr als 60 Jahren Aktivität als eines der ältesten ausländischen Zentren in Teheran konnte auch eine Proaktivität vorweisen.  Ich würde auch gerne meinen innigsten Dank an Sie und Ihre namhafte Zeitschrift Society für die Bemühungen ausdrücken, die eine Vorstellung der Kapazitäten der Kooperation zwischen beiden Ländern ermöglicht haben, vorallem auf kulturellem Gebiet wie die Organisierung eines Nowruz-Events in jedem Jahr, um als Beispiel zu nennen. Viele internationale Organisationen haben ihren Hauptsitz in Wien. Wie wirkt sich diese Tatsache auf den bilaterlen Dialog aus? Wir schätzen die konstruktive Rolle Österreichs in der Gastgeberschaft und der Erleichterung  der Verhandlungen zwischen Iran und den P5+1, welche in einem Meilenstein von internationalen Abkommen resultierten, bekannt  als „ JCPOA“ oder auch von Rechts wegen als „Wiener Abkommen“ bezeichnet. Wir haben gemeinsam bewiesen wie Diplomatie arbeiten kann, und dass diese allen Nationen helfen kann.  Um die Ziele der Menschenwürde und des Frieden zu erfassen und um Sicherheit und Fortschrift zu erzielen und die aktuellen facettenreichen globalen Herausforderungen zu meistern, sind gemeinsame Kooperationen höchst erforderlich. Hinsichtlich dieses Endziels sollten wir den Dialog verstärkt ausüben, um einander noch besser zu verstehen, und um die beste Lösung zu erzielen basierend auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen.   https://www.yumpu.com/de/document/view/65047766/society-378  
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